Krapfen hoch 20

Beim Krapfenkirtag der Lunzer Bäuerinnen vergangenen Sonntag, verabschiedeten wir uns, eingehüllt in den Duft frisch rausgebackenen Germteigs, von unserer Unterkunftsgeberin und der von mir erwählten Krapfenkönigin, der Bäuerin Erika (die mit dem orangen Dirndl). Herzliches Händedrücken zwischen zischendem Öl, Krapfen und Zimtzucker „Pfiat eich. Kommts doch wieda mol zu uns noch Lunz.“ Was wir sicher machen werden.

20 Sorten Krapfen von süß bis salzig gab es zu verkosten, was wir natürlich nicht schafften.

Jede Bäuerin hat ihr eigenes Geheimrezept.

Erika hat mir jedoch in ihrer Bauernküche von Frau zu Frau verraten, dass sie unter den Germteig für die Bauernkrapfen Joghurt rührt – mehr wurde nicht preisgegeben – da werden die Bauernkrapfen besonders weich und flaumig. Und wie sie das waren.

Einen frisch rausgebackenen Krapfen in dieser Qualität zu vernaschen, ist wie an Mamas Busen zu liegen: weich, duftend, friedvoll und nie enden wollend.

Werde bäldigst auch Krapfen backen und mich an Erikas Königskrapfen orientieren. Bin selber schon sehr gespannt auf das Resultat. Kann ich wohl mithalten? Die Latte hab ich mir hoch gesteckt.

2 Kommentare zu „Krapfen hoch 20“

  1. Avatar von katha

    der auf dem letzten bild, der in zimtzucker gewälzte, der wäre jetzt ideal zum frühstück. selbst krapfen machen? tapfer! dafür habe ich mir bis jetzt noch nie die zeit genommen. obwohl so frische krapfen – egal ob süss oder mit sauerkraut oder wie auch immer (was waren denn das für sorten?) gehören wirklich zu den allerfeinsten dingen, die die bäuerliche küche bis heute auf den tisch bringt.

  2. Avatar von Titi Laflora

    @katha: das Arbeiten mit Germteig ist so eine wunderbar sinnliche Angelegenheit. Aber es stimmt, er verlangt nach Zeit. Es waren hauptsächlich süße: Bauernkrapfen, Strauben, Rosinenkrapfen, Brandteigkrapfen. Bei den würzigen: mit Sauerkraut, Brandeigkrapfen mit gselchten Speck.