Verliebt in Marillenknödel

Bei Esskultur bin ich heute auf die Marillenknödel gestoßen, in die ich mich am ersten Blick verliebt habe. Vor allem hatte ich große Lust den Topfenteig zu testen, der die saftig-süßen Marillen umhüllt. Bis dato verwendete ich immer einen Kartoffelteig, so wie meine Mama und Oma, neutral und bodenständig. Der Topfenteig ist fein und säuerlich und harmoniert wunderbar mit der süßen Marille.

Da ich nie stur nach Rezept koche und gefühlsmäßig dies und das dazugebe oder weglasse, weicht das Rezept für den Teig ein wenig von dem auf esskultur ab: mehr Eier, weniger Mehl dafür ein bisserl Weizengries und Kartoffelmehl. Ganz flaumig und saftig sind sie geworden.

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Herrlich!!! Beim Anblick läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen.
Jetzt ist noch Zeit:

DER TEIG
400 gr. Topfen 20 %
3 Eigelb
3 EL weiche Butter
8 EL Mehl
2 EL Weizengries
1,5 EL Kartoffelmeh
1 Prise Salz

Alle Zutaten zu einem Teig verrühren und 1/2 Stunde kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Marillen (8 mittelgroße werden 8 große Knödel) leicht öffnen und entsteinen und mit einem Würfelzucker ersetzen.

In einem großen Topf leicht gesalzenens Wasser zum Kochen bringen.

DIE BRÖSEL ca. 150 gr. werden in 5 EL Butter angeröset. Wenn sie leicht gebräunt sind, 2 EL Zucker und 1 Prise Zimt dazugeben und goldbraun weiterrösten. Der betörende Duft verrät, wenns Zeit ist, das Feuer auszumachen. Beiseite stellen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einer Rolle formen und in 8 Teile schneiden. Plattdrücken (wenns klebrig wird, mit Mehl einstauben) und die Marillen mit dem Teig umhüllen und vorsichtig zu Kugeln rollen.

Ins wallende Wasser gleiten lassen, sobald sie aufsteigen noch ca. 8 Minuten leicht köcheln lassen.

Knödel abseihen und üppig durch die Brösel/Zucker/Zimt Mischung ziehen. Noch etwas Feinkristallzucker (Knirscheffekt) und Puderzucker (optische Effekt) darüberstreuen und bitte langsam genießen.

11 Comments

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Samuel
7. August 2008 at 01:16

Das ist eine prima Idee. Die werd ich naechstes mal fuer Sofija machen!

mipi
7. August 2008 at 06:20

Das sieht zum Reinbeißen aus!

Eva
7. August 2008 at 09:11

Ich seh’ schon, es wird höchste Zeit, dass ich mich da mal ranwage….das sieht bei euch sooo lecker aus!

katha
7. August 2008 at 09:17

wahrlich eine frau der tat. sehr gut!

lamiacucina
7. August 2008 at 19:04

zweifach bestätigt muss das auch für mich nachkochbar sein.

Jutta
17. August 2008 at 17:36

Oh ha, welch’ eine Köstlichkeit, ich ändere sofort den Speiseplan für nächste Woche. Hoffentlich bekomme ich ordentliche Marillen…

Titi Laflora
20. August 2008 at 19:01

@Jutta: berichte mir doch vom ergebnis, bin gespannt.

Ke
25. August 2008 at 20:00

Hab mir soeben fest vorgenommen am Samstag auf den Markt zu gehen, um mir 8 Marillen zu kaufen ;o)
Das Foto ist wirklich schön und macht einen riesen Appetit !

Titi Laflora
26. August 2008 at 10:32

@Ke: hoffentlich sind marillen noch am markt zu finden. ansonsten versuch es mit zwetschken – schmeckt auch gut und haben jetzt saison. viel freude.

Crockyblog » Blog Archive » Nachgemacht: Quark-Marillen-Knödel
4. September 2008 at 18:38

[…] die Dinger pappsatt machen. Wohin also mit dem Rest? Bei Titi Laflora hatte ich ein Rezept für Marillenknödel gesehen (ursprünglich von esskultur.at), das mich trotz nicht vorhandener Knödelerfahrung sehr […]

Blogevent "Typisch Österreich": Marillenknödel | Langsam kocht besser
18. Februar 2019 at 09:47

[…] seit Jahren nach einem Kombi-Rezept zweier österreichischer Foodbloggerinnen (Katharina Seiser und Titi Laflora) zu, das wiederum auf Plachutta […]

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